Artikel zu: Sterbehilfe
Eluana Englaro ist tot. Das berichtet die italienische Zeitung „Corriere della Sera“. Am Montagabend sei die junge Frau in der Privatklinik „La Quiete“ gestorben. Der Eilantrag, den Ministerpräsident Silvio Berlusconi in die Wege geleitet hatte und der am Dienstag diskutiert werden sollte, kommt damit zuspät.
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Die Landeschefin des Piemont, Mercede Bressos, hat eine Aufnahme in ein öffentliches Krankenhaus im Piemont für Eluana angeboten. Würde man mit dieser Bitte zu Ihr kommen, würde sie sie nicht abschlagen.
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Soeben hat die Privatklinik Città di Udine bekanntgegeben, Eluana Englaro doch nicht aufnehmen zu können. Grund dafür sei, dass die Klinik mit Stafmaßnahmen von Seiten der Regierung rechne.
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Nach unzähligen Prozessen hat Giuseppe Englaro, der Vater der vor 17 Jahren verunglückten Eluana, auch in letzter Instanz beim Menschenrechtsgerichthof in Straßburg Recht bekommen. Trotzdem wird Eluana weiter künstlich ernährt.
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Wie stehen die christlichen Konfessionen zur aktiven Sterbehilfe? Das Institut für Demoskopie Allensbach hat dazu eine Umfrage mit über 1700 befragen durchgeführt: Die Hälfte der Katholiken und 6% mehr bei den Protestanten befürworten demnach die aktive Sterbehilfe und sind damit anderer Meinung als die meisten Geistlichen beider Konfessionen.
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Sterbehilfe ist ein Thema, das jeden etwas angeht. So nimmt auch Robert Spaemann, einer der bedeutensten Philosophen unserer Zeit, zu diesem Thema in der Stuttgarter Zeitung Stellung.
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Der Fall von Eluana Englaro bewegt Italien und die Welt. Nicht zum ersten Mal wird ein Extremfall zum Wellenbrecher in der Debatte über Sterbehilfe. Schon 2005 erlebte Amerika mit Terry Schiavo einen ähnlichen Fall. Sie durfte schließlich sterben. Bei Eluana Englaro ist das letzte Wort noch nicht gefallen.






